Markusplatz (Piazza San Marco)
Buntes Touristentreiben, beeindruckende Bauwerke wie die Markuskirche und der Dogenpalast, sowie das unvergleichliche venezianische Flair, das die Lagunenstadt umgibt, machen den Markusplatz in Venedig, wie Napoleon einst sagte, zum wohl „schönsten Festsaal Europas“. Eine riesige Fußgängerzone, die sich über 175 Meter in der Länge und etwa 82 Meter in der Breite erstreckt und seit nunmehr fast eintausend Jahren als kulturelles, sowie religiöses Zentrum Venedigs gilt. Hier vereinen sich mit der Basilica di San Marco (Markuskirche), dem Palazzo Ducale (Dogenpalast) und dem Campanile (Glockenturm) die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Die Markuskirche, die erstmals als Holzbau in den Jahren 829 bis 836 erbaut und im Jahre 976 durch einen Brand zerstört wurde, war dem Evangelisten Markus geweiht. Der Grundriss eines griechischen Kreuzes diente als Vorlage für den endgültigen Bau mit fünf großen Kuppeln, der sich über die Jahre 1043 bis 1071 erstreckte. In den folgenden Jahrhunderten wurden die prachtvolle Fassade und der mit kunstvollen Wandmalereien verzierte Innenraum fertiggestellt. Der Campanile di San Marco, ein rund 100 Meter hoher Glockenturm, gilt als Wahrzeichen der Stadt Venedig. Er bietet Urlaubern eine Aussichtsplattform, die bequem mit einem Fahrstuhl erreicht werden kann und einen einzigartigen Ausblick über die Lagunenstadt bereithält.
Urlauber, die den Markusplatz zum ersten Mal besuchen, sind meist überwältigt von der Szenerie, die sich ihnen bietet. Unzählige Touristen schlendern über den Platz, Schwärme von Tauben umzingeln die Menschen, von denen sie Futter erhoffen, und verschiedenste Musikgruppen stellen ihr Können unter Beweis und freuen sich über eine kleine Spende. Will man die zahlreichen Bauwerke von innen bewundern, braucht man vor allem in der Sommersaison Geduld. Die häufig langen Warteschlangen entsprechen vermutlich nicht dem, was sich der Besucher von seinem Traumziel erhofft hat.
Eine ganz besondere Atmosphäre können Urlauber auf dem Markusplatz in den Abendstunden erleben. Die Basilika, der Glockenturm und die verschiedenen Paläste sind hell erleuchtet und tauchen den Platz in ein romantisches Licht. Straßenorchester sorgen auch am Abend für Unterhaltung. Venedig-Urlauber sollten den Markusplatz im Idealfall zu verschiedenen Tageszeiten besuchen, damit sie sich davon überzeugen können, dass es hier nicht immer hektisch und laut zugeht.